Der Gründer

Lord Robert Baden-Powell - kurz BiPi oder B.P. - ist der Gründer der weltweiten Pfadfinderbewegung. Auf seine Initiative hin und unter seiner Leitung verbrachten 22 Jungen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten im August 1907 auf Brownsea Island ein Zeltlager, das als Geburtsstunde der Pfadfinderei anzusehen ist. Innerhalb weniger Jahre entstanden Pfadfindergruppen in allen Teilen der Welt. "B-P wurde am 22. Februar 1857 als Robert Stephenson Smyth Powell in London geboren. [...] Mit 13 trat er in die Charterhouse Schule ein, wo er sich bald einen Ruf für Aufgewecktheit erwarb. [...] In der Nähe der Schule war ein bewaldetes Gebiet, das zu betreten den Schülern verboten war. B-P jedoch schlich sich oft in den Wald, obwohl er damit riskierte von der Schule verwiesen zu werden. Hier eignete er sich selbst sein profundes Wissen über die "Wissenschaft des Waldes" an, das in seinem späteren Leben so sehr Teil seines Talents wurde. [...] Trotz seines schlechten Schulzeugnisses machte er die Prüfung für die Armee. Überraschenderweise wurde er zweiter von 700 Kandidaten. Dies brachte ihn direkt in die Armee, wo er sich so sehr auszeichnete. [...] Sein Ruf wuchs. Seine Feinde nannten ihn "Impeesa" = "Der Wolf, der niemals schläft". [...] Während all dieser Jahre heiratete er nicht. Nachdem er bei der Armee pensioniert worden war, traf er 1912 seine zukünftige Frau, die 22jährige Olave St. Clair Soames.Zu dieser Zeit war er 54 Jahre alt. Olave glaubte begeistert an den Sinn der Pfadfinderbewegung und was sie tun könnte, um das Leben von Jungen - und Mädchen - zu beeinflussen. Nach ihrer Hochzeit wurde Lady Baden-Powell in dem Mädchen-Equivalent der Pfadfinder, den Pfadfinderinnen, aktiv.

Sie war seine geliebte Gefährtin und unentwegte Helferin bis zu seinem Tode. (Sie selbst starb nach einem aktiven Leben für die Weltpfadfinderinnenbewegung am 26. Juni 1977.) 1920 wurde B-P zum Welt-"Chief Scout" ausgerufen und 1930 wurde seine Frau Welt-"Chief Guide". Aus der Ehe gingen 3 Kinder hervor. Baden-Powell reist für das Pfadfindertum durch die ganze Welt. Von ihm stammen die jetzt berühmten Welt-Jamborees, er organisierte die Weltpfadfinderbewegung und fuhr fort, Bücher für Pfadfinder, Leiter, Wölflinge, Wölflingsleiter und Rover zu schreiben, bis er sich in sein geliebtes Afrika zurückzog. Er baute dort für sich und seine Frau in Nyeri/Kenia ein Haus, wo er bis zu seinem Tode am 8. Januar 1941 lebte, er starb im Alter von fast 84 Jahren. [...]" Seine Aufforderung: "Verlaßt die Erde ein bisschen besser, als ihr sie vorgefunden habt!", ist die Basis für die Pfadfinderarbeit weltweit.

 

 

Aus: Robert BADEN-POWELL, Pfadfinder (Scouting for boys), Georgs-Verlag, Düsseldorf 1977.

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